Eine ganze Hand voll Krankheiten kann die in freier Landschaft und im Garten vertretenen Gräser befallen, jedoch sind die meisten Gräserkrankheiten artenspezifisch. Aus diesem Grund ist es sehr von Vorteil, wenn die Rasenfläche aus verschiedensten Sorten zusammengemischt wurde. Eine hartnäckige Krankheit aber wie die Hexenringe kann nicht immer durch Aufstreuen von Eisensulfat und Sand oder durch Begießen mit Fungiziden bekämpft werden. Hexenringe sind kreisförmige Anordnungen von Pilz-Fruchtkörpern.
Auch Moos ist ein sehr gefährlicher Rasenschädling. Es wächst und breitet sich im Schatten und bei Staunässe sowie Bodenverdichtung aus. Es kann durch die Anwendung von Moos-Vertilgern im Wachstum eingedämmt werden. Das Moos zeigt sich vorerst nicht, wenn die Vernässung und Bodenverdichtung behoben sind und die Gräser durch Stickstoffgaben stärker in ihrer Ausbreiteung gefördert werden.
Eine Unzahl von Präparaten sind im Handel erhältlich, welche versprechen, die Unkräuter aus dem Garten zu entfernen. Sie müssen aber streng nach Vorschrift beigegeben werden, da sonst die Wirkung stark vom gewünschten Endergebnis abweicht. Auch Dünger, welchem Unkrautvernichter beigemischt wurde, ist eine gute Wahl. Dabei ist natürlich zu beachten, dass im Rasen keine Totalherbizide angewendet werden können, die man für Wege und Pflanzen nimmt, sondern nur selektive Mittel. Am besten sticht man einzelne Unkrautpflanzen mit dem Messer aus. Klee ist auch eine störende Pflanze und sollte aus dem Rasen entfernt werden.