Weichhautmilben sind schwer zu erkennen, nur etwa ein Drittel Millimeter groß, sie befallen Triebspitzen und Wachstumspunkte, die Folge sind verkrüppelte Pflanzen. Sie können sich eigentlich nur bei hoher Luftfeuchtigkeit dramatisch vermehren, sind also vor allem ein Gewächshausproblem. Weichhautmilben bekämpfen funktioniert sehr gut mit Raubmilben.
Raubmilben (PP Raubmilben, Phytoseiulus Persimilis) sind sehr widerstandsfähigen Tiere, die sich (es gibt verschiedene Arten mit verschiedenen Präferenzen) von Spinnmilben, Thripse, Weichhautmilben, roten Baumspinnen, Springschwänzen, Sumpffliegen, Trauermücken oder Zitrus-Milben ernähren. Vor allem gegen Trauermücken ist übrigens eine Kombination der Nützlinge mit Gelbtafeln sinnvoll, da diese zumindest schon mal einen Teil der (geflügelten) Schädlinge anlocken und abfangen.
Sie sind im Gegensatz zu Fadenwürmern auch recht widerstandsfähig gegen Pflanzenschutzmittel und halten auch höhere Temperaturen und geringe Feuchtigkeit gut aus. Außerdem gehen sie nicht sofort ein, sobald die Schädlinge vertilgt sind, sondern überleben noch eine ganze Weile, weshalb Raubmilben auch zur vorsorglichen Ausbringung geeignet sind.